Um sich zu reproduzieren sind die Seeforellen aus dem Brienzersee im Berner Oberland in den Oberlauf der Aare aufgestiegen.
Populationsunterstützend wird jedes Jahr versucht in der Brutanstalt des Fischereivereins Oberhasli ungefähr 40 tausend Seeforellen-Brütlinge für den Kanton aufzuziehen. An die Seeforelleneier gelangt der Verein durch den Fang von autochthonen Elterntieren in der Hasliaare.
Seit Mitte Oktober bis Mitte November fand der traditionelle und sehr spezielle Seeforellen-Laichfischfang statt.
Hierbei werden die Seeforellen abends bzw., nachts mit Taschenlampen lokalisiert und anschließend durch eine Reihe von Personen, die mit großen Keschern das Bachbett versperren, eingekreist und gefangen.
In der neu errichteten Brutanstalt in Meiringen wird das Abstreifen der Elterntiere und das Erbrüten der Eier vorgenommen.
Nach dem erfolgreichen Abstreifen werden die Seeforellen der Aare zurückgegeben.
Während der Laichzeit konnte man in der Hasliaare und im Urbachwasser vielerorts die majestätischen Großsalmoniden beobachten.
Mit etwas Glück sah man sie sogar bei der natürlichen Reproduktion, es ist schon sehr beeindruckend zu beobachten wie ein großer Rogner die Laichgrube schlägt.
Dies alles zu sehen gibt Anlass zum Hoffen und Motivation es nach der Seeforellen-Schonzeit im Februar, eventuell einmal mit der Fliegenrute im Brienzersee, auf dem „wahren Fisch der tausend Würfe“ zu versuchen und den Mythos Seeforellenfischerei hautnah zu erleben.


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